Über uns

Frau Meike ohne Haare Frau Meike

Ich bin gewissermaßen gebürtige Biologin. So wie andere kleine Mädchen davon träumen, Sängerin oder Prinzessin zu werden, war mir bereits im zarten Alter von sechs Jahren klar, dass ich sein möchte wie Heinz Sielmann. Was für mich im Wesentlichen bedeutete, dass ich auf einem Stein in der Natur sitzen und verstehen wollte, was um mich herum vorgeht. Ein Diplom in Hamburg und eine Promotion später hatte ich zwar die nötige Qualifikation, um auf Steinen zu sitzen, bloß keinen Nerv mehr auf universitäre Forschung.

Da sich an meinem Kindertraum aber im Grunde genommen nichts geändert hat, fahre ich heute regelmäßig mit dem besten Mann von allen in die Natur. Dort fotografieren, picknicken, laufen, staunen, schleichen wir. Und natürlich sitzen wir auf Steinen. Mit Hilfe meines etwas in die Jahre gekommenen KOSMOS Tierführers versuche ich, das ganze Staunen durch harte Fakten zu erweitern. Weil aber auch mein Fachwissen nicht mehr ganz taufrisch ist, sind alle Leser herzlich eingeladen, beim Bestimmen zu helfen, zu korrigieren, zu ergänzen.

 

 


Portrait_Ostsee_mit_ZoomSascha Lobo

Aus Versehen habe ich mal Biotechnologie studiert, eigentlich nicht aus Versehen, sondern weil ich durch die Berliner Technische Universität taumelte, irgendwo eine Tür sah mit der Aufschrift „Biotechnologie“ und dann dachte: Das ist Dein Fach!

Nur drei Jahre später bemerkte ich eine Reihe kleiner Irrtümer und Unebenheiten. Zum ersten war Biotechnologie etwas völlig anderes als gedacht, ich hatte gewissermaßen ein durch die fehlinterpretierten Begriffe „Bio“ und „Technologie“ entstandenes Missverständnis studiert. Zum zweiten handelte es sich um einen Ingenieursstudiengang mit Kursen wie „Mathematik für Ingenieure I, II und III“ oder „Zahnradfestigkeiten berechnen“. Zum dritten war es also überhaupt gar nicht mein Fach, denn wo ich bin, soll von Zahnrädern geschwiegen werden und umgekehrt. Studieren allein nach dem Klang des Fachnamens sei nicht empfohlen.

Der eigentliche Grund aber, weshalb ich meinte, Biotechnologie wäre etwas für mich, war das vermeintlich action-geladene Aufeinanderprallen der verschiedenen Welten: Biologie und Technologie. Auf eine kleine, merkwürdige Weise geschieht hier genau das: mit Super-Hi-Tech durch den morastigen Wald robben. Den Tieren ihr Bild abtrotzen und es dann im Netz veröffentlichen. Und ich könnte noch viele andere an den begrifflichen Haaren herbeigezogene Erklärungen finden, wenn es nicht auch einfach unglaublich erholsam und wunderbar wäre, einen Feldweg entlang zu laufen, topflauschige Fuchsbabies zu entdecken und die richtigen Apparaturen mitzuführen, um den Moment für alle nachvollziehbar einfangen zu können. Und das auch noch mit einer Frau, die mit lateinischen Gattungsnamen gleichermaßen virtuos und begeistert um sich wirft und mich aufs Köstlichste auslacht, wenn ich den Gesang eines Fringilla coelebs nicht auf Anhieb unterscheiden kann von dem einer Sylvia atricapilla.

2 Kommentare

  1. Bernhard Rauh, Schweiz sagt

    Bernhard Rauh, Schweiz
    Diese Art, in der Natur zu leben und alles was kreucht und fleucht zu geniessen, ist erholsam und
    beruhigend. Ich freu mich auf weitere Bilder

Kommentar verfassen